Geheimdokument
Crimen Sollicitationis wurde vor 20 Jahren von Kardinal Joseph Ratzinger in Kraft gesetzt, ehe er Papst wurde. Es weist Bischöfe an, wie sie mit Kindesmissbrauchsanklagen gegen Priester umgehen sollen. Nur wenige Außenstehende haben es gesehen. Kritiker sagen, das Dokument sei benutzt worden, um Strafverfahren wegen Sexualverbrechen zu entgehen. Crimen Sollicitationis wurde 1962 in Latein geschrieben und den katholischen Bischöfen weltweit gegeben, die angewiesen sind, es im Kirchensafe fest verschlossen zu halten. Es weist sie an, wie sie mit Priestern umgehen sollen, die vom Beichtenden Sex erbitten. Es handelt auch von “allen obszönen Taten … mit Jugendlichen beiderlei Geschlechts.” Es verpflichtet das kindliche Opfer, den Priester, der mit der Anklage zu tun hat, und alle Zeugen zu einem Schweigegelübde. Den Eid zu brechen bedeutet die Exkommunikation aus der katholischen Kirche.
Verantwortlich für diese Anweisungen war laut der BBC-Dokumentation Joseph Ratzinger, der heutige Papst Benedikt XVI.. Die Skandale seien mit Schweigen unterdrückt und die von den Justizbehörden gesuchten Geistlichen versteckt worden. Das Video hat eine direkte und raue Sprache. Es gibt Zeugenaussagen von Menschen wieder, die angeben, als Kinder von Priestern missbraucht worden zu sein. Laut “Repubblica” hat das Video bereits zu lebhaften Diskussionen im Netz geführt.

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