Vergleiche mit Nazis und Rassismus-Vorwürfe
Natürlich geht es um die SVP, ihre Schäfchen-Plakate und Exponenten wie Ulrich Schlüer und Christoph Blocher. Der Autor des Artikels rückt sie in die Nähe der Nazis. Das von ihnen geforderte Gesetz, die gesamte Familie eines minderjährigen Kriminellen auszuschaffen, sei in Europa das letzte Mal von den Nazis unter dem Stichwort «Sippenhaft» gefordert worden.

Der Autor ist weiter erstaunt, dass es sich bei der SVP nicht um eine kleine «Neo-Nazi»-Partei handelt. Sondern um die grösste Partei eines Landes, das in Sachen Demokratie immer als Vorbild galt.
Der Independent-Journalist Paul Valley hat sich mit dem SVP-Nationalrat und «Schweizerzeit»-Chefredaktor Dr. Ulrich Schlüer getroffen und von diesem die üblichen SVP-Argumente betreffend der momentan angestrebten Ausländer-Initiative bekommen. So verteidigt Schlüer auch die vorgeschlagene Sippenhaft, die Ausschaffung ganzer Familien, wenn ein ausländischer Minderjähriger strafbar wird, anhand der Vergewaltigungen einer Schülerin in Zürich.

Noch heftiger wird Schlüer, als er auf die Kritik durch den Sonderberichterstatter für Rassismus der UN, Doudou Diène, aufmerksam gemacht wird: «Er ist aus dem Senegal, wo sie viele eigene Probleme haben, die der Lösung bedürfen. Ich weiss nicht, warum er sich hier einmischt, statt dort was zu machen.» (Vielleicht, weil er UN-Sonderbeauftragter ist und nicht für die senegalesische Regierung spricht?). Am Ende kommt der englische Journalist zum Schluss, dass das SVP-Weltbild auf einer Blut und Boden-Vision beruht, auf einer Weltsicht, die viele Liberale schon lange vergessen glaubten und nun von der SVP, einer Regierungspartei, in der Schweiz wieder salonfähig gemacht wird.

Original Artikel: Switzerland: Europe’s heart of darkness?

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